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S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T M I T T E L F R I S T
ausgegeben am Mittwoch, den 27.05.2026 um 10.30 UTC



Übergang zu unbeständigen, anfangs teils zu schweren Gewittern neigendem Wetter,
ab Mittwoch mit Westwinden deutlich kühler.
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Synoptische Entwicklung bis zum Mittwoch, den 03.06.2026


Es brodelt in der Wetterküche! Während in der Kurzfrist noch de Hitze
hauptsächlich thematisiert wird, verlagert sich im mittelfristigen Zeitraum der
Fokus hin zu teils kräftigen Schauern und Gewittern sowie einer Umstellung hin
zur Westwetterlage. Aber der Reihe nach.

Der Samstag, zu Beginn des mittelfristigen Zeitraum, kommt mit Blick auf die
Höhenstrukturen noch unscheinbar daher. Es dominiert weiter ein Rücken, der sich
von der Iberischen Halbinsel nordostwärts bis zu Nord- und Ostsee aufbäumt und
auch Deutschland mit antizyklonalen Strömungsbedingungen versorgt. Aus der Höhe
können demnach keine Hebungsimpulse erwartet werden. Bodennah stützt der Rücken
eine großräumige Hochdruckzone vom Atlantik über West und Südwesteuropa hinweg
bis nach Mitteleuropa. Doch vor allem über Mitteleuropa kann sich auf der
Vorderseite des Hochschwerpunktes bei schwachen Luftdruckgegensätzen ein
signifikanter Temperaturgradient aufbauen. An besagter Luftmassengrenze zwischen
trockener und kühlerer Luft aus Norden und sehr warmer und feuchter
Subtropikluft im Süden werden ohne eine Advektion durch konvergent Verhältnisse
kräftige Hebungsimpulse produziert. Jener Bereich wird durch eine schwache
Tiefdruckrinne von Nordfrankreich über die Mitte Deutschlands hinweg bis nach
Südpolen und der Slowakei gekennzeichnet und ist mit zahlreichen kleinen Tiefs
versehen. Im Umfeld der Luftmassengrenze kann sich viel Feuchte ansammeln,
sodass der Flüssigwassergehalt der Luftsäule auf 27 bis 35 mm steigt.
Gleichzeitig kann sich ordentlich Cape aufbauen, sodass Werte von 500 bis 1500,
lokal bis 2000 J/kg erreicht werden. Die Scherung ist dafür kaum vorhanden.
Allenfalls in von Thüringen bis Sachsen sind vor allem in den unteren 1-2 km
nennenswerte Werte bis 8 bis 15 m/s zu verzeichnen, was dort wiederum gewisse
organisierte Entwicklungen zulässt. Insgesamt steht auf jeden Fall der
Starkregen im Fokus. Aufgrund der Wassergehalts, einer recht geringen
Verlagerung sowie wiederholt auftretenden Ereignissen sind auch unwetterartige
Gewitter mit heftigen Starkregen in kurzer Zeit oder wenigen Stunden
wahrscheinlich. Da zudem etwas CIN eine ungeordnete Auslöse behindert und
einzelne kräftige Zellen möglich macht, ist bei besagten Cape-Werten auch
größerer Hagel möglich. Der Wind spielt dabei eine ungeordnete Rolle, wenngleich
potentiell trockene Füße mit einer Downburstgefahr im Hinterkopf bleiben müssen.


Auch am Sonntag bleibt uns in der Höhe der Rücken erhalten, wenngleich er
langsam schwächelt und an Amplitude einbüßt. Resultierend bleiben auch bodennah
die Strukturen des Vortages nahezu bestehen. Da das Hoch sich von Westen aber
etwas stärken kann und sich nachfolgend wieder ostwärts ausdehnt, wird auch die
schwache Tiefdruckrinne samt kleiner Tiefs nach Osten gedrückt. Demnach sammelt
sich die feuchtlabile Subtropikluft nun vor allem im Süden und der östlichen
Mitte (Hessen und Mitteldeutschland). PPWs erneut von 27 bis 35 mm und
Cape-Werte zwischen 500 und 1500 j/kg lassen auch ohne Unterstützung aus der
Höhe wieder teils kräftige Gewitter zu, die mit Starkregen oder heftigem
Starkregen und teils größerem Hagel einhergehen können. Zusätzlich baut sich im
Nordwesten etwas Wetterspannung auf, wenn dort ein Kurzwellentrog übergreift und
mit PVA Hebung erzeugt. Da dort jedoch die weniger energetische Luftmasse liegt,
bleibt es wohl nur schauerartigen Regenfällen und höchstens einzelnen
eigelagerten Gewittern. Durch eine signifikante Verlagerungsgeschwindigkeit
sollte trotz PPWs von 25 bis 30 mm das Starkregenrisiko als eher gering
angesehen werden. Dafür sorgt nennenswerte Scherung für ein
Organisationspotential, sodass der auftretende Wind mehr in der Vordergrund
rückt.

Am Montag kann sich der Rücken hierzulande sogar wieder regenerieren und an
Amplitude gewinnen. Auch bodennah übernimmt von Südwest- und Westeuropa bis zur
Ostsee und nach Polen wieder zunehmend hoher Luftdruck das Wetterzepter.
Entsprechend fallen auch die Hebungsimpulse in der feuchtwarmen Subtropikluft im
Süden schwächer aus und können sich über den Tag hinweg wohl nur im Südosten
noch länger halten und dort Schauer und einzelne Gewitter produzieren. Bei
weniger Feucht und geringeren Cape-Werten fällt auch das Entwicklungspotential
der Konvektion deutlich hinter den Vortagen zurück. Ab dem Abend könnten dann
schon wieder die ersten Ausläufer den Nordwesten tangieren. Ausgehend von einem
ausgeprägten und hochreichendem Tief nördlich von Schottland nähert sich ein
teils okkludiertes Frontensystem Benelux und Nordwestdeutschland an und
induziert Hebung, die wiederum erste schauerartige Niederschläge auslösen kann.
Ansonsten sorgt Zwischenhocheinfluss vorübergehend für Wetterberuhigung.

Am Dienstag kann sich ausgehend von einem Höhentief bei Island ein Trog über die
Britischen Inseln hinweg bis zur Iberischen Halbinsel südwärts amplifizieren.
Resultierend steilt sich auch die Strömung auf, welche hierzulande noch meist
antizyklonal geprägt ist. Bodennah kann sich korrelierend zum Höhentief und Trog
eine Tiefdruckzone über der nördlichen Nordsee und de Nordostatlantik ausbilden,
die auf der Südflanke bis nach Nordwestfrankreich, Benelux und Westdeutschland
reicht. Da aber das in die Zone eingebettete Tief weiter über Belgien und den
Niederlanden verharrt, uns somit Warm und Kaltfront am Übergreifen auf
Deutschland hindert, bleibt das Land komplett im Warmsektor. Nach dem IFS wären
demnach vor allem im Nordwesten, Westen und Südwesten aufgrund von PVA,
diabatischen Prozessen und labiler Schichtung teils kräftige vertikale
Umlagerungen zu erwarten, die in der Nacht mit Verlagerung des Tiefs sowie der
gekoppelten Tiefdruckrinne mit übergreifender Kaltfront ostwärts ausgreifen.
Durch die nicht zu unterschätzende dynamischen Impulse sind auch wieder kräftige
Gewitter möglich, die lokal auch Unwetterpotential mitbringen könnten.

Am Mittwoch und der Nacht zum Donnerstag schwenkt der markante Trog unter
Verkürzung der Wellenlänge langsam über Deutschland hinweg. Einhergehend
verlagern sich auch die kräftigsten vertikalen Umlagerungen den Osten und
Südosten Deutschlands, wo PVA, diabatische Prozesse und frontogenetische Impulse
am besten interagieren. Ansonsten wird das Land im Verlauf komplett von kühlerer
Atlantikluft geflutet. Der Nordwesten bekommt dabei durch den Haupttrog und
einem schwächeren Sekundärtrog auch noch ausreichend Hebung ab, sodass dort
ebenfalls schauerartige, teils gewittrige Niederschläge auftreten. Vom Südwesten
bis nach Mitteldeutschland könnte nach IFS kompensierendes Absinken die
Schauertätigkeit reduzieren oder gar zum Abklingen bringen. Da die
Trogtätigkeiten den Rücken nun komplett weggeschoben bzw. weggebügelt haben, ist
nun der Weg für eine kühlere und leicht unbeständigere Westwetterlage frei. In
der Hauptrolle wäre dann wohl eine großräumige und hochreichende
Tiefdruckaktivität von Neufundland bis nach Skandinavien.
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Bewertung der Konsistenz des operationellen Laufs


Die großskalige Geopotential- und Luftdruckstruktur wird über den
mittelfristigen Zeitraumeinigermaßen konsistent abgebildet.

Am Samstag und Sonntag, zu Beginn desmittelfristigen Zeitraums, gibt es auch im
Detail nur geringe Unterschiede zwischen den vergangenen IFS-Läufen. Für das
Wetter ist dabei aber die Ausprägung eines Rückens über Mitteleuropa sowie das
Übergreifen eines Kurzwellentroges ab Sonntagnachmittag mitentscheidend. Der
neuste IFS-Lauf lässt den Rücken dabei zunächst stärker als die Vorläufe und
versieht den Kurzwellentrog auch mit einer geringen Amplitude. Dies wiederum
bedeutet, dass die Schauer- und Gewitteraktivität am Wochenende tendenziell
schwächer als in den Vorläufen ausfallen würde.

Am Montag soll durch den flacheren Kurzwellentrog schneller als in den Vorläufen
schon wieder ein neuer Rücken auf Mitteleuropa übergreifen, der zudem stärker
amplifiziert ist. Resultierend würden schauerartige, teils gewittrige
Niederschläge den Osten bis zum Mittag verlassen und vorübergehend
Wetterberuhigung Platz machen. Diese wird schließlich auch von Hochdruck am
Boden gestützt.

Am Dienstag und Mittwoch gelangt Deutschland nach den neusten beiden IFS-Läufen
zunehmend auf die Vorderseite eines Troges, der sich entgegen des gestrigen 00
UTC-Laufes signifikant stärker südwärts amplifiziert und somit mit einer
deutlichen Aufsteilung der Strömung und stärkerer Warmluftadvektion von Süden
einhergeht. Durch die stärkeren meridionalen Strukturen bleibt auch die
Verlagerungsgeschwindigkeit des Troges hinter den Vorgaben des gestrigen 00
UTC-Laufes zurück. Entsprechend soll eine Luftmassengrenze, welche an einem Tief
bei den Niederlanden gekoppelt ist erst Dienstagnachmittag und nicht schon am
Morgen wie noch gestern simuliert auf den Nordwesten übergreifen. Durch den
markanteren Trog interagiert die Luftmassengrenze teilweise gut mit stärkerer
dynamischer Hebung, sodass ab Dienstagnachmittag kräftige Schauer und Gewitter
bis in den Unwetterbereich die Folge wären. Am Mittwoch würde die Trogachse
langsamer als im gestrigen 00 UTC-Lauf ostwärts über Deutschland schwenken,
sodass die stärkste Schauer- und Gewitteraktivität zunächst noch in der
Südosthälfte zu erwarten wäre. Inwieweit der Nordwesten noch von einem
Sekundärtrog tangiert wird ist im Konsistenzvergleich noch fraglich.

Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass ab dem Wochenende das ruhige und
trockene Hochdruckwetter zu Ende geht, wenngleich der neuste IFS-Lauf den
Wetterwechsel etwas ausbremst bzw. abmildert. Nach Zwischenhocheinfluss am
Montag scheint ab Dienstag zumindest nach den neusten beiden Läufen die Schauer-
und Gewitteraktivität wieder aufzuleben. Ab Mittwoch deutet sich dann endgültig
der Durchbruch einer zyklonal geprägten, kühleren Westwetterlage an.
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Vergleich mit anderen globalen Modellen


Auch andere Globalmodelle (ICON, GFS, UK10) zeigen über den mittelfristigen
Zeitraum hinweg eine zum IFS vergleichbare Geopotential- und
Luftdruckverteilung. Im Detail ergeben sich analog zum Konsistenzvergleich
innerhalb des IFS auch im Modellvergleich gewisse Abweichungen.

Der Samstag wird von allen Modellen nahezu identisch abgebildet. Vor allem ICON
stützt das IFS mit der Luftmassengrenze über die Mitte hinweg, aber auch die
anderen Modelle haben vergleichbare Strukturen im Programm. Allenfalls die
genaue Lage des Gewitterschwerpunktes und dessen Ausdehnung weicht etwas
voneinander ab.
Am Sonntag weisen die Modelle Phasen- und Amplitudenunterschiede bei
Rücken-Trog-Kombination auf. Dabei sind ICON und GFS in Phase wobei ICON aber
eine größere Amplitude besitzt. Ebenso ist die Phase von Uk10 und IFS recht
gleichgeschaltet, wobei IFS die größere Amplitude besitzt. ICON und IFS
simulieren zwar eine leichte Phasenverschiebung, aber dafür eine vergleichbare
Amplitude. Demnach verlagert ICON etwas schneller, ist aber bei der Lage und
Intensität etwa mit dem IFS übereinstimmend. Das GFS ist stärker und westlicher
aufgestellt, das UK10 verlagert schneller und setzt den Schwerpunkt bevorzugt in
den äußersten Süden und Südosten.
Am Montag sind bei nur geringen Phasenunterschiede geringe Abweichungen bei der
Amplitude des Rückens zu verzeichnen. Während das IFS die größte Amplitude im
Programm hat, gefolgt vom ICON, beschreibt das UK10 die flachste Struktur.
Analog zur Amplitude kann sich auch korrelierend das Hoch beim IFS am weitesten
ausdehnen, während das UK10 das Hoch schon nur noch über dem Süden Deutschlands
sieht. Die beschriebenen Abweichungen machen sich auch beim Wetter bemerkbar.
Während ICON es bis auf wenig Schauer im Nordwesten trocken lässt, IFS
allenfalls im Oderumfeld und im Südosten noch länger Niederschläge zulässt,
lässt es GFS z.B. verbreitet leicht unbeständig.
Am Dienstag weichen die Modelle deutlicher voneinander ab. Zwar haben alle
Interpretationen den Trog über Westeuropa auf der Agenda, den sie zudem auch mit
vergleichbarer Amplitude versehen (allenfalls ICON weist eine signifikant
flacherer Strömung auf), die Phase unterscheidet sich aber teils stark. Das IFS
hinkt dabei allen anderen Modellen hinterher. Die schnellste Verlagerung
präsentieren ICON und UK10. Das macht sich schließlich auch dahingehend
bemerkbar, dass ICON und UK10 schon zeitig größere Teile Deutschlands mit
Konvektion eindecken. GFS kommt etwas, das IFS deutlich später in Gang.
Am Mittwoch gehen GFS und IFS vergleichbare Wege, wenngleich GFS eine etwas
geringere Amplitude beim Trog ausweist, diesen aber ach dadurch etwas schneller
verlagert. Das ICON steht konträr zu diesen und zeigt schon eine recht flache,
zonalisierte Strömung. Entsprechend schiebt das ICON die konvektiven
Niederschläge schneller ostwärts und setzt einen Schwerpunkt im Nordseeumfeld.
IFS und GDS sind langsamer und haben zunächst die Südosthälfte im Fokus und erst
zeitlich versetzt den Nordwesten.
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Bewertung der Ensemblevorhersagen


Die Rauchfahnen des IFS-EPS diverser Städte in Deutschland zeigen bei der
Temperatur in 850 hPa über den gesamten mittelfristigen Zeitraum einen
vergleichbaren Spread von 8 bis 10 Grad. Dabei ist in die Mitte des
Unsicherheitsbereiches ein Bereich höherer Auftrittswahrscheinlichkeit
eingebettet. Der Hauptlauf liegt meist an der oberen Kante dieses Bereich
höchster Auftrittswahrscheinlichkeit. Demnach zeigen fast alle Member einen
identischen Trend, lassen aber abweichend amplifizierte Temperaturverläufe zu.
Ab Mittwoch spannt sich der EPS-Raum durch eine gewisse Anzahl an Ausreißern hin
zu wärmeren Werten deutlich auf. Bei Geopotential ist eine stetige Zunahme der
Prognoseunsicherheit zu verzeichnen. Bis einschließlich Dienstag wird der
EPS-Raum dabei meist durch wenige Member hin zu tieferen Geopotentialwerten
aufgespannt, während die Mehrzahl eine deutlich definierten Bereich hoher
Auftrittswahrscheinlichkeit bilden. Ab Mittwoch ist aufgrund der stark
ansteigenden Unsicherheiten keine seriöse Aussage mehr möglich.

Bei der Einordnung des IFS-EPS in bestimmte Grundmuster werden im Zeitraum von
+72 bis +96h insgesamt drei Lösungen benötigt, um alle Unsicherheiten
ausreichend zu beschreiben. Während Cluster 1 und 3 komplett dem Schema einer
blockierenden Wetterlage zugeordnet werden, wechselt Cluster 2 am Ende zum
Schema einer pos. NAO. Die restlichen Lösungen starten mit dem Schema eines
atlantischen Rückens, während Cluster 4 dieses Schema beibehält, wechselt
Cluster 5 ins Schema einer pos. NAO. Demnach wird schon in diesem Zeitraum
deutlich, dass zwar alle Lösungen eine Blockierung im Programm haben, es aber im
Verlauf durchaus das Potential zu einem Wechsel hin zonaleren Bedingungen gibt.
Die erste Lösung präsentiert dabei den stärksten Rücken und somit auch die
stärkste Blockierung über Mitteleuropa. Dies wird schließlich von 18 Membern
sowie dem Kontrolllauf gestützt. Zusammen mit Cluster 3 mit nur einem leicht
geringerem Blocking und 10 Mitgliedern weist das IFS eine Mehrheit für den Block
und somit en Herauszögern einer aufkommende Westlage aus. Theoretisch kann auch
Cluster 5 noch hinzugezählt werden, welches die Blockierung über den Britischen
Inseln und der Nordsee, also etwas westlicher sieht. Die Lösungen 2 und 5 lassen
dagegen schneller flachere, wenig amplifizierte Strukturen zu und fördern somit
ein Durchdringen der Westwinde.
Im Zeitraum von +120 bis +168h erklären insgesamt drei Cluster die
Unsicherheiten innerhalb des IFS-EPS. Bis auf Cluster 2, welches noch mit dem
Schema eines atlantischen Rückens beginnt, ist das Schema pos. NAO Trumpf. Alle
Lösungen beschreiben im Verlauf eine fortschreitende Zonalisierung.
Unterschiede gibt es vor allem bei der Lage, Verlagerung und Amplitude
eingelagerter Kurzwellentröge. Zudem propagiert Cluster 3 entgegen der anderen
Lösungen (NW-Strömung) eine westliche bis südwestliche Höhenströmung. Dennoch
stehen alle Lösungen für den Übergang hin zu einer unbeständigen, mäßig-warmen
bis warmen Westwetterlage.
In der erweiterten Mittelfrist von +192 bi +240h sind erneut drei Lösungen
nötig, um alle Unsicherheiten zu beschreiben. Während Cluster 1 zum Ende vom
Schema einer pos. nAO wieder zum Blocking wechselt, bleiben die andere Lösungen
dem Schema einer pos. NAO treu. Da aber auch Cluster 1 das Blocking über
Osteuropa sieht, wären wie bei den anderen Lösungen weiter unbeständige
Verhältnisse zu erwarten. Durch die größere Meridionalkomponente würde in
Cluster 1 das Potential für eine Gewitterlage bei wärmeren Temperaturen größer
sein.
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Wahrscheinlichkeiten für signifikante Wettererscheinungen


Am Samstag etwa zwischen einer Linie Ruhr-Harz-Lausitz und der Donau mit dem
Schwerpunkt vom südlichen NRW und nördliche Rheinland-Pfalz bis nach Sachsen und
Nordostbayern ab dem Mittag teils kräftige Gewitter mit Unwetterpotential. Dabei
sind Starkregen bis 25 l/qm, kleiner Hagel und steife Böen Bft 7 wahrscheinlich,
heftiger Starkregen bis 40 l/qm, größerer Hagel bis 4 cm und Sturmböen Bft 8-9
möglich. In mehreren Stunden sind bei stationären oder wiederkehrenden Gewittern
auch noch höhere Summen bis 60 l/qm nicht ausgeschlossen.

Am Sonntag im Tagesverlauf vor allem von Mitteldeutschland und Teilen Hessens
bis zum Alpenrand erneut stark auflebende Gewittertätigkeit. Dabei ist wieder
Starkregen bis 25 l/qm, kleiner Hagel und steife Böen Bft 7 wahrscheinlich,
heftiger Starkregen bis 40 l/qm in kurzer Zeit oder wenigen Stunden sowie Hagel
um 2 cm möglich. Zudem sind im Nordwesten einzelne Gewitter mit stürmischen Böen
Bft 8 möglich, Starkregen um 15 l/qm in kurzer Zeit nicht ausgeschlossen.
Im Hochschwarzwald und dem Allgäu kann der Wind lebhaft auffrischen und
vereinzelt steife Böen bis 60 km/h (Bft 7), exponiert auch stürmische Böen bis
70 km/h (Bft 8) erreichen.

Am Montag vor allem am östlichen Alpenrand, Niederbayern sowie anfangs im
Oderumfeld einzelne Gewitter mit Starkregen und kleinem Hagel nicht
ausgeschlossen.
In der Nacht zum Dienstag in der Nordwesthälfte voraussichtlich aufkommende,
teils kräftige Gewitter mit starken bis stürmischen Böen (Bft 7-8) sowie lokaler
Starkregengefahr.

Am Dienstag regional teils kräftige Gewitter mit Starkregen bis 25 l/qm, kleinem
Hagel und stürmischen Böen Bft 8 wahrscheinlich, lokal heftiger starkregen bis
40 l/qm in kurzer Zeit oder wenigen Stunden, Hagel um 2 cm und Sturmböen Bft 9
möglich. Eine genaue räumliche Einordnung der Gewitterschwerpunkte ist aufgrund
der Unsicherheiten noch nicht machbar.

Am Mittwoch erneut regional auflebende Gewitteraktivität. Aufgrund der anderen
Luftmassen aber mit geringem Unwetterpotential. Als Begleiterscheinung wären
wohl Sturmböen Bft 8-9 wahrscheinlich sowie kleiner Hagel und starkregen möglich
bzw. nicht ausgeschlossen.
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Basis für Mittelfristvorhersage
IFS-EPS, ICON-EPS, anfangs det. IFS/ICON/UK10, für TT auch MosMix
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VBZ Offenbach / Dipl. Met. Lars Kirchhübel